Album Review


Heisskalt - Vom Wissen und vom Wollen

 Heisskalt - eine Bandname, der schon ein Kontrast ihrer Klänge verspricht.
An dieser Stelle solltet ihr eure Kopfhörer aufsetzen und beginnen, das neue Album „Vom Wissen und vom Wollen“ der vier Musiker – Mathias Bloech (Gesang/Gitarre), Philipp Koch (Gitarre), Lucas Mayer (Bass), Marius Bornmann (Schlagzeug) - aufzulegen.
12 Songs so triefend von Sehnsucht und Euphorie, dass es in seiner Schwere beinahe meditativ explodiert. „Vom Wissen und vom Wollen“ ist gleichzeitig so eingängig wie provokant, so Stil treu und kontrastreich, dass Grenzen verschwimmen, wo gar keine sind. Die Musik wie ein Rausch voller Leidenschaft und Schmerz.
„Euphoria“ - der erste Track des Albums – beinhaltet beinahe alles, was ein Song beinhalten kann: Tiefe in seinen Lyriks, melodische Höhepunkte und die gesamte Bandbreite der Gefühlswelt; ein Klangcocktail, der genau das tut, was ein Song tun soll: mitreißen. Steigernde Elemente bis hin zur Ekstase.
Der erste Song eines Albums ist ein Versprechen von Bands an ihre Hörer; der erste Song repräsentiert das gesamte Werk. Und Heisskalt? Ganz genau so – Versprechen gehalten. „Vom Wissen und vom Wollen“ ist voller Spannung in jedem einzelnen Song, voller Freiheitsdrang zwischen Realitätserkenntnis und dem Leben in einer unergründlichen Parallelwelt.
Songs wie „Absorber“ und „Angst hab“ sind getränkt von Schwere und kreieren eine Atmosphäre von Nervosität, Wahnsinn und unglaublicher Ruhe. Das Ganze ist wie ein Film, der auf einer wahren Geschichte beruht – was ist wirklich? Man verliert sich in den Sounds sowie sich Heisskalt in den Genres verloren hat. Punk fusioniert mit Pop, mit Rock, mit Hardcore-Klängen und Emotionalität. Ein atmosphärisches Feuerwerk, das ein kleines bisschen zu viel von allem ist. Gesetzlos, komplex und vier Jungs, die den Eindruck machen als hätten sie ihren Platz gefunden – an irgendeinem Ort zwischen den Zeilen.
„Vom Wissen und vom Wollen“ ist ein Album durchzogen von Vielseitigkeit und gespannter Gegensätzlichkeit, das mehr Fragen aufwirft, als es beantworten kann.

 

Macht euch selbst ein Bild.
Macht es euch heiss oder lässt es euch kalt? Ich glühe.

 

Beitrag: Lena Bettag

 


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Kommentare: 5
  • #1

    maxim (Mittwoch, 06 Juli 2016 21:27)

    hey geiler scheiß

  • #2

    peter (Mittwoch, 06 Juli 2016 21:28)

    echt gut gelungen

  • #3

    Laura Fochs (Sonntag, 23 Oktober 2016 02:50)

    Hammer gut geschrieben, ich hör mal rein

  • #4

    V. (Montag, 17 April 2017 13:24)

    Ich schließe mich Maxim an. Word ✌

  • #5

    Nick (Donnerstag, 07 Dezember 2017 19:43)

    huihuihui... jetzt check ich was alle immer sagn